Josep Guinovart

Josep Guinovart

Josep Guinovart (Barcelona, 1927-2007) war einer der großen Vertreter der katalanischen Malerei-Avantgarde der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts, neben Antoni Tàpies, Joan Josep Tharrats und Joan Hernández-Pijuan. Als Maler und Grafiker wurde er zu einem grundlegenden Schöpfer des spanischen Informel und hinterließ tiefe Spuren in der zeitgenössischen Druckgrafik.

Nach einer ersten figurativen Phase entwickelte sich Guinovart zu einer Malerei mit sozialer Thematik in großem Format. Ab 1957, beeinflusst von der abstrakten Kunst und dem europäischen Informel, integrierte er eine neue dreidimensionale Dimension in seine Bildsprache, indem er Objekte einbezog und eine reiche materielle Behandlung entwickelte, die er auch auf seine Drucke übertrug.

Seine Druckgrafik zeichnet sich durch eine fruchtbare und ausdrucksstarke Farbigkeit aus, mit ständigen Bezügen zur Erde, zum Feld und zur Natur, und etabliert einen poetischen Dialog zwischen Zeichen und Gesten. Radierungen, Lithografien und Siebdrucke zeigen seine Fähigkeit, Alltägliches in universelle Symbole zu verwandeln, voller plastischer Kraft und Sensibilität.

Ausgezeichnet mit dem Nationalpreis für Bildende Künste 1982 und 1990 vom Departament de Cultura der Generalitat de Catalunya geehrt, festigte Guinovart eine von Innovation und Experimentierfreude geprägte Laufbahn.

Heute ist sein Werk – einschließlich seiner Druckgrafik – Teil prestigeträchtiger öffentlicher und privater Sammlungen und bestätigt Josep Guinovart als einen der unverzichtbaren Künstler, um die Entwicklung der zeitgenössischen Kunst in Spanien zu verstehen.

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